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Mikrofone automatisch öffnen und schließen
Wer am Mischpult Mikrofone von Hand auf- und zudreht, hat in einer dialogreichen Szene alle Hände voll zu tun – und ein offenes Mikro zur falschen Zeit hört man sofort. Die Auto-Mic-Funktion von MDstage nimmt dir diese Arbeit ab: Sie liest den Rollentext und öffnet automatisch genau die Mikrofone, deren Rollen gerade sprechen.
Die Idee dahinter
In MDstage sind Rollen und Mikrofonkanäle einmalig miteinander verknüpft: Jede sprechende Rolle bekommt einen Mikrofonkanal zugewiesen. Ab da muss niemand mehr überlegen, welcher Kanal zu welcher Figur gehört – das weiß die Software.
Ein Auto-Mic-Cue markiert dann den Beginn eines Abschnitts. MDstage schaut sich den Rollentext von diesem Cue bis zum nächsten Auto-Mic-Cue an, sammelt alle Rollen, die in diesem Abschnitt sprechen, und öffnet genau deren Mikrofone. Alle anderen bleiben zu.
So richtest du Auto-Mic ein
In drei Schritten ist es eingerichtet:
- Rollen mit Mikrofonen verknüpfen. Lege fest, welche Rolle auf welchem Mischpult-Kanal liegt. Das machst du einmal pro Produktion.
- Auto-Mic-Cues setzen. Platziere an jedem Szenen- oder Stimmungswechsel einen Cue und aktiviere darin den Auto-Mic-Button. Ab dort gilt die neue Mikrofon-Konstellation.
- Fertig. MDstage berechnet die offenen Kanäle selbst. Bei jedem Go für einen Auto-Mic-Cue werden genau die passenden Mikrofone geöffnet und der Rest stummgeschaltet.
Der letzte Auto-Mic-Cue – der, nach dem keiner mehr folgt – schaltet alle Mikrofone stumm. So endet jeder Akt sauber, ohne dass ein offener Kanal übrig bleibt.
Der eigentliche Clou: Es bleibt immer aktuell
Die Liste der offenen Mikrofone wird nicht von Hand gepflegt, sondern bei Bedarf direkt aus dem Rollentext berechnet. Das hat in der Praxis eine große Wirkung: Wird in der Probe eine Zeile gestrichen oder eine Rolle bekommt einen zusätzlichen Einwurf, passt sich die Mikrofon-Konstellation automatisch an. Niemand muss daran denken, eine separate Mikrofonliste nachzuziehen.
Gerade in der heißen Phase kurz vor der Premiere, wenn täglich Text geändert wird, spart das nicht nur Zeit, sondern verhindert Fehler – etwa ein Mikro, das nach einer Strichfassung versehentlich offen geblieben wäre.
Zusammen mit dem Mischpult
Das Schalten selbst übernimmt das Mischpult. MDstage spricht zum Beispiel ein Digitalmischpult über MIDI an und mutet oder entmutet die jeweiligen Kanäle. Du behältst also dein gewohntes Pult und deine Mixe – MDstage übernimmt nur das Timing der Mute-Schaltungen, taktgenau zum Cue.
Und falls doch einmal ein Go zu früh kommt: Mit Back werden auch die Mikrofone wieder in den Zustand des vorherigen Cues zurückversetzt.